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Ruprecht Holsten arbeitet als Metallgestalter und Künstler. Er verbindet die Handwerkstechniken des Gürtlers und des Schmiedes auf besondere Art und Weise.
Aufgewachsen in der Schmiede seines Vaters, erlernt Ruprecht Holsten als junger Mann den seltenen Beruf des Gürtlers in der Bremer Metallkunstwerkstatt von Michael Harjes. Das Handwerk des Gürtlers ist ein Nachbargewerk des Schmieds. Heute führt er in 3. Generation die Schmiede seines Großvaters und ist seit 1986 freischaffend als Metallgestalter - als Künstler - als Schmied und als Gürtler tätig.
Das Handwerk des Schmiedens & das Handwerk des Gürtlers - Teil 1
Beide Handwerke dienen dem Formen von Metall, wobei der Schmied Metalle im glühenden Zustand verformt und dabei den Querschnitt des Materials verändert. Ein Gürtler hingegen formt Bleche im kalten Zustand. Der Querschnitt des Ausgangsmaterials bleibt während der Verarbeitung im wesentlichen gleich und die gewünschte Form des Metalls wird durch die mechanische Einwirkung von gewölbten Hämmern auf gewölbten Unterlagen erreicht - das Metall wird getrieben.
Das Handwerk des Schmiedes & das Handwerk des Gürtlers - Teil 2
So verwandt sich diese beiden Handwerkszweige auch dem Laien darstellen mögen, so grundlegend unterscheiden sich doch die ausgeführten Techniken voneinander. Das Eisen zu schmieden, bedeutet seinen Querschnitt zu verändern. Die Treibarbeit des Gürtlers ist hingegen eine Umformarbeit, ohne das der Querschnitt des Metalls wesentllich verändert wird.
Ruprecht Holsten beherrscht die Techniken des Schmieds und des Gürtlers. In seinen Gefäßobjekten spielt er mit den Möglichkeiten beider Gewerke und bearbeitet den zähen Stahl als scheinbar leicht zu formendes Material. Seit vielen Jahren setzt er sich neugierig und ideenreich über die gewohnten Verarbeitungsregeln und traditionellen Handwerksnormen hinweg. Er nutzt das Schmiedehandwerk nach Gürtlerart, wenn er Stahlplatten mithilfe des Feuers zu seinen Gefäßobjekten umformt und deren Oberflächen durch Hammerschläge und abblätternden Zunder lebendig werden läßt. Immer wieder erfindet er neue Techniken, aus denen er seine puristischen Gefäßformen entwickelt. Der Künstler hat es vollbracht, mit der scheinbaren Leichtigkeit und Feinheit eines Silberschmiedes den groben Stahl zu bearbeiten.
Auszeichnungen
1991 Bremer Förderpreis für das Kunsthandwerk, Bremen
2002 Bochumer Designpreis, FORMART, Bochum
2004 Hessischer Staatspreis für das Kunsthandwerk, Frankfurt / M.
2004 Auguste - Papendieck - Preis 2004, Bremen
2007 Förderpreis Kunsthandwerk, Niedersachsen, Hannover
2010 Nominierung für den WCC (World Craft Council) Europe Award 2010, Eunique, Karlsruhe
2011 Nominierung für den WCC (World Craft Council) Europe Award 2011, Eunique, Karlsruhe
2011 Form 2011, Tendence, Frankfurt / M.
Arbeiten in öffentlichem Besitz
Berlin, Kunstgewerbemuseum
Bremen, Focke-Museum
Bremen, Böttcherstrasse
Hamburg, Museum für Kunst und Gewerbe
Karlsruhe, Badisches Landesmuseum
Ruprecht Holsten ist Mitinhaber der Produzentengalerie RAUM - Handwerk & Design in Bremen im Ostertorsteinweg 68.
Ruprecht Holsten realisiert im Zusammenspiel mit Architektur- und Innenarchitekturbüros verschiedenste Projekte.
Hier spielt seine sensible Art mit Metall umzugehen immer wieder eine maßgebliche Rolle.
In diesen Werkstücken sind Stahl, Edelstahl und Buntmetalle wie Kupfer, Bronze, Messing und Zinn verarbeitet.
Ruprecht Holsten ist in Norddeutschland zu Hause. Er betreibt seine Werkstatt in der Nähe von Bremen.
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